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Bei Trauminseln denken viele Reisende sofort an Mikronesien in der Südsee. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah: Makronesien. Zusammen mit den Azoren, Madeira und den Kapverdischen Inseln bilden die Kanaren das Archipel der „Glücklichen Inseln“. Um noch ein bisschen glücklicher als die namengebenden Griechen zu sein, exportierten römische Seefahrer kurzerhand ihre „Canes“, Hunde, auf die knapp 130 Kilometer westlich von Nordafrika gelegenen Inseln – was ihnen den Namen Islas Canarias, Hundsinseln, bescherte. Heute noch zieren zwei Hunde und sieben Eilande, stellvertretend für Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro die kanarische Flagge. Besiedelt wurden die Kanaren wahrscheinlich aber schon um 3000 v.Chr. von den Guanchen, einem Berbervolk aus Nordafrika.
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Urlaub auf den KanarenLandschaftlich ist das kanarische Archipel in seiner biologischen Vielfalt europaweit einzigartig. Je nach Insel prägen mal vulkanische Gebirgszüge und bizarre Felsküsten das Landschaftsbild wie auf Lanzarote, mal wechseln sich in kurzer Zeit fruchtbare Täler mit tiefen Schluchten und üppigen Wäldern ab wie auf Teneriffa und Gran Canaria. Ganz im Gegensatz dazu präsentiert sich Fuerteventura eher wüstlich-trocken mit feinsandigen, endlos weiten weißen Stränden und Dünen. Die drei westlichen Kanareninseln La Gomera, La Palma und El Hierro locken mit bizarren Lavaformationen, tiefgrün bewaldeten Bergen, atemberaubenden Steilküsten und märchenhaft gelegenen Badebuchten.Insgesamt misst die Küstenlinie auf den sieben Eilanden knapp 1600 Kilometer, vierzig Prozent der Fläche sind geschützte Naturräume, darunter fünf Biosphärenreservate, zwei Weltnaturerberegionen und drei Meeresreservate. Fast 18.000 Tier- und Pflanzenarten finden sich auf den Inseln, dank des fast immer sternenklaren Himmels steht auch Europas größtes Observatorium auf La Palma. Kulinarisch gibt es auf allen Inseln einen Mix aus regionaler, nordafrikanischer und lateinamerikanischer Küche. Ganz oben auf der Speisekarte: Fisch und andere Meeresfrüchte – vom Bonito über Makrele bis hin zu Pulpo und Papageienfisch. Dazu werden vorzugsweise Papas Arrugadas, runzlige Kartöffelchen, die zuvor in stark salzhaltigem Wasser gekocht wurden, gereicht. Außerdem werden herzhafte Mojo-Saucen serviert, mal grün mit Öl, Kräutern und Knoblauch, mal rot mit Paprika und Chilis. Nicht fehlen darf auch Gofio, ein traditionell aus Gerste, Weizen und Mais gemahlenes und geröstetes Mehl, das schon die Guanchen in Suppen und Eintöpfen schätzten. Heutzutage dient es als Beilage u.a. für weitere kanarische Spezialitäten, darunter zum Beispiel mit Mandeln, Zucker und Rosinen verfeinerte, süße Blutwürste. Zum Dessert lassen sich Insulaner und Touristen dann die gebratenen Bananen, „Platanos fritos“, schmecken. Klimatisch sind die Kanarischen Inseln ganzjährig ein Paradies für Jung und Alt, für Sonnenanbeter und Wasserratten wie auch für Aktivurlauber und Wanderer. Europaweit hat die Region mit über 3000 die meisten Sonnenstunden in Europa. Während es auf Lanzarote und Fuerteventura nur selten Niederschläge gibt, kann es auf Teneriffa, Gran Canaria und La Palma mitunter wie aus Kübeln gießen. Im Sommer wie im Winter liegt die Durchschnittstemperatur bei rund 22 Grad. Dank seiner geographischen Lage wird auch das Meereswasser nie kühler als 19 Grad. Das macht die Kanaren zu einem wunderbaren Urlaubsziel, dass man am besten in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung erkunden kann. |